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  • Verein Pro-Huebhof

Newsletter Nr. 11 vom 3. März 2022:

Aktualisiert: 5. März

Die Pächter für den Huebhof sind bestimmt



Die Würfel sind gefallen. GrünStadt Zürich, GSZ, hat die neuen Pächter für den Huebhof in einem mehrstufigen Auswahlverfahren bestimmt. Am 28. Februar 2022 hat die Stadt folgende Medienmitteilung publiziert:


Unsere Kriterienraster wird sich sehr eng an unser «Zielbild» halten, welches wir schon sehr früh unter Einbezug der Quartierbevölkerung formuliert haben.

Unser «Zielbild» lautet wie folgt:


Huebhof in Schwamendingen neu verpachtet Grün Stadt Zürich hat im letzten Jahr die Verpachtung des Landwirt- schaftsbetriebs Huebhof ab Januar 2023 ausgeschrieben. Ausgewählt wurde nun die Pächtergemeinschaft von Rahel Fuchs, Bettina Wolfgramm und Patrick Meyer. Schwerpunkte des Betriebs sind Gemüse, Obst und eine zum Standort passende Tierhaltung. Der Huebhof in Zürich-Schwamendingen ist einer von zwölf Pachtbetrieben der Stadt Zürich. Seit dem Jahr 1995 wird er von Claudia und Thomas Ryffel bewirtschaftet, die Ende 2022 in Pension gehen. Im Landwirtschaftsbericht 2020 hat Grün Stadt Zürich die Zuteilung der Landwirtschaftsflächen zu den Pachtbetrieben von Schwamendingen bis nach Witikon neu definiert, mit Blick auf kurze Fahrdistanzen. Der Huebhof umfasst in Zukunft noch 13,6 Hek- tar landwirtschaftliche Nutzfläche in unmittelbarer Nähe zu den Hofgebäuden, ein Wohn- haus, Stallungen, Lagerräume und Remisen. Die Pacht wurde von Grün Stadt Zürich öffent- lich ausgeschrieben. Für die Pachtenden gelten folgende Vorgaben: Bewirtschaftung nach den Richtlinien von Bio Suisse, agrarökologische und klimafreundliche Landwirtschaft, lokale Vermarktung und Mitwirkungsmöglichkeiten der Quartierbevölkerung. Grün Stadt Zürich er- hielt 23 Bewerbungen, davon kamen sechs in die engere Auswahl. Mit Einbezug des Vereins Pro Huebhof, der die Quartiersicht vertrat, prüfte Grün Stadt Zürich die entsprechenden Be- triebskonzepte. Gemüseanbau, Obst und eine kleine Mutterkuhherde Ausgewählt wurde schliesslich die Pächtergemeinschaft von Rahel Fuchs, Bettina Wolf- gramm und Patrick Meyer. Sie werden Gemüse nach dem Prinzip der solidarischen Land- wirtschaft (Solawi) anbauen, mit Beteiligung der Konsumentinnen und Konsumenten. Die be- stehenden Obstbäume sollen mit einer zusätzlichen landwirtschaftlichen Unternutzung (Ag- roforst) ergänzt werden. Ausserdem ist eine geringe Anzahl an Tieren vorgesehen, unter an- derem eine kleine Mutterkuhherde. Überzeugt hat die Pächtergemeinschaft mit ihrer klaren Positionierung zur klimafreundlichen Landwirtschaft und Agrarökologie sowie der vertieften Auseinandersetzung mit dem Betrieb, dem Landschaftsbild und Schwamendingen. Ihr Be- trieb wird gut ins Quartier passen und spannende Möglichkeiten zum Mitmachen bieten. Wei- tere Informationen zu ihren Plänen wird die Pächtergemeinschaft im Lauf des Jahres be- kannt geben.



Bemerkenswert ist, dass in der Endausmarchung keine einzige «klassische Bauernfamilie» unter den Bewerbern figurierte. Alle Bewerbungen, die es in die Endrunde geschafft hatten, waren Vereine, Genossenschaften, GmbH’s oder Personengruppen. Dies war letztlich die Konsequenz einerseits der Zielsetzungen von GSZ sowie auch die Folge der geringen Betriebsfläche, die für den künftigen Huebhof zur Verfügung steht.

Eine bittere Pille für das Quartier ist, dass die beliebten Schottischen Hochlandrinder verschwinden werden. Zu gering wäre die Herdengrösse, zu anspruchsvoll die Tierhaltung neben all den Zielen, die sonst noch verfolgt werden sollen.

Die Qualität von allen Konzepten war beeindruckend wie auch das Engagement der meist jungen Leute, die hier Neues wagen wollten.

Das Konzept der Siegergruppe ist in der Medienmitteilung von GrünStadt Zürich, oben, kurz umschrieben. Wir werden dies schon bald in einem weiteren Newsletter vertiefen und auch die neue Pächtergruppe zu Wort kommen lassen.

Vor den Sommerferien ist zudem eine Informationsveranstaltung unseres Vereins, zusammen mit GrünStadt Zürich vorgesehen, wo sich die neuen Pächter der interessierten Öffentlichkeit vorstellen können. Es ist erfreulich, wie engagiert und interessiert sie sind an einem regen Austausch mit dem Quartier.

Die neue Konstellation bietet jedenfalls die verlockende Chance, im Quartier Neues zu wagen, Originelles anzustossen, neue Kontakte zu knüpfen, die Nahrungsmittelproduktion hautnah mitzuerleben und Ökologie in einem realen, praktischen Sinn zu erfahren. Und zwar für Jung und Alt.

Unser Verein freut sich darauf.

An unserer letzten Vorstandssitzung haben wir uns sodann Gedanken gemacht über die Zukunft unseres Vereins. Unser Auftrag ist mit der Neuverpachtung unsere Quartierbauernhofs erfüllt. Unser Verein wird sich in Absprache mit dem Quartierverein auflösen.


Und auch in der Schlussphase unserer Vereinsarbeit gilt weiterhin: Wer sich mit Ideen und Anregungen meldet, ist stets willkommen.



Rolf Gerber, Präsident des Vereins ProHuebhof. Im Marz 20212

079 629 52 35. Mail: rolf.gerber.schwd@gmail.com

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